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Am Montag wächst das Gras, grün und braun mit Silberfäden. Am
Dienstag wächst es auch noch aber mit Vergißmeinnicht am Grabenrand.
Und zwischen beiden schimmert ein wenig braune Erde hindurch, nur so eine Kinderhand voll. Am Mittwoch steht an der Wegteilung der Fliederbusch und in seinem Schatten kannst Du verweilen. Am Donnerstag wachsen im Grund die Bäume. Vom Hügel aus vermagst Du sie zu umgreifen und zu fassen; und leise streicht der Wind durch ihre Wipfel. Am Freitag bist Du ein Glückspilz, denn Du fandest verborgen im Moos und Heidekraut ein Dutzend Pilze. Behutsam fährt Deine Hand über Moos und Heidekraut und Du liebst unsere Erde. Warum sollst Du sie auch nicht lieben? Jedoch : tu's leise, die Lauten sollen es nicht bemerken. Am Sonnabend hast Du die Bank vors Fenster geholt und überschaust den Weg. Vom Moor, vom Wasser her hörst Du die Frösche, der FinG übt ein neues Lied und die Grille zu Deinen Füßen zirpt für den Abend. Sieh, so schön war der Weg! Ein kleiner, ein lehmiger alltäglicher Weg nur. Und doch, welche Vielfalt für Deine Einfalt! Oder: aus Deiner Einfalt welch' bunte Vielfalt! Am Sonntag habe ich dies alles aufgezeichnet. Ein Denkmal dem kleinen Alltäglichen gerichtet, damit Du daran denkst. Sieh nur! Sieh den bunten Schmetterling! |